Golf II Motorraum mit VR6 Rumpfgruppe

Vom 55 PS Golf II hin zum optimierten 2.9 Liter VR6 Motor

Als das Auto gekauft wurde, war es ein 55 PS Golf II mit wenigen Kilometern von einem Rentner. Da es sich nicht mehr lohnte in den Edition One zu investieren, zog dessen GTI Motor hier ein. Dieser war optisch etwas aufbereitet und musste dann ein paar Jahre seinen Dienst verrichten.

Aufwertung des Golf II Motorraum für den VR6

Über die Jahre hinweg bildeten sich z. B. unter der Batterie oder dem Luftfilterkasten kleine Gammelecken. Diese sollten weg und wenn man schon mal dabei ist, dann auch gleich etliche Löcher, die Batterie, der Behälter für Kühlflüssigkeit, der Kühlerträger und ein paar Sachen mehr, ohne das es in eine übertriebene "Reinemachaktion" endet und ein Show´n´Shine-Fahrzeug sollte es ebenfalls nicht werden.

Als der Motorraum von Dichtmasse und Dreck befreit war, wurde die Farbe großteils entfernt, alles mit Konservierung und mehreren Schichten Rostschutz behandelt und dann ging der Golf II zur Preußenbande nach Storkow, wo Atze sich den Löchern annahm. Keine leichte Aufgabe, aber das Ergebnis und die Qualität der Umsetzung kann sich sehen lassen.

In der Nähe dort wurde der Motorraum des zukünftigen VR6 dann auch lackiert, wobei die Lackierung ein paar Probleme aufwarf, die man so nicht lassen konnte. Das Auto ließ sich ohne Motor leider nicht bewegen und so nahm sich C.C.Pro - Custom Car Production der Sache an, holte den Golf II und brachte einen Golf II mit neu lackiertem Motorraum zurück.

Anpassungen am VR6 Motor

Von der Grundsubstanz her soll der VR6 schon original bleiben. Vor einigen Jahren wurde in weiser Voraussicht ein Hartmann Fächerkrümmer gekauft, der mittels einer Gruppe A Anlage ohne Vorschalldämpfer komplettiert wurde.

Die zusätzliche Wasserpumpe wurde entfernt und ein großer Wasserkühler aus Alu eingebaut. Die Wasserleitungen wurden durch Rohre ersetzt, in ihrer Verlegung optimiert und zwei große Lüfter vor dem Kühler sorgen für zusätzliche Kühlung.

Da wir leider selber nicht Schweißen können, wurden all die Sonderanfertigungen in Königswusterhausen geschweißt. Ohne die Möglichkeit, wäre das so alles nicht möglich gewesen.

Das Ansaugrohr wurde in Alu nachgebaut inkl. integriertem Luftmengenmesser und Anschluss für den Catch-Tank. Die Ansaugbrücke wurde hinsichtlich ihres Durchlasses und auch optisch überarbeitet. Ebenso erhielt der Kopf eine komplette Überarbeitung von TK-Motorsport. Das Ganze kombiniert mit leichteren Riemenscheiben sollte den VR6 Motor doch zu etwas mehr Spritzigkeit verhelfen.

Nicht nur der Motor wurde überarbeitet, auch die Elektronik bekam eine Auffrischung. So wurden alle Kabel ausgepinnt und um ein paar Meter verlängert, um anschließend ihren Weg neu durch das Radhaus zu finden. Alle Stecker wurden auf die entsprechende Länge des Kabels abgestimmt, gereinigt und mit neuen Pins versehen.

Der Zentralstecker wurde entfernt, da er keinen Mehrwert mehr hatte.

Warum musste es ein VR6 Motor werden?

Erst als der Golf II kein Alltagsauto mehr war, kam der Wunsch nach mehr Leistung auf. Es sollte etwas haltbares sein, wo man nicht viel Arbeit in der Zukunft mit hat, etwas standfestes und ca. 200 PS an Leistung bringen. Dadurch fielen G60, 16V und Turboumbauten wie beim Jetta raus. Zwar würde man mit einem Turbo auch in höhere Leistungsregionen kommen, aber den ganzen Aufwand wäre es nicht Wert gewesen. Zudem sollten die 15 Zoll Felgen erhalten bleiben und für mehr als die angestrebte Leistung, wäre auch eine größere Bremse und somit 16 Zoll Felgen notwendig gewesen.

Golf II VR6 mit leerem Motorraum

Es blieb also nur noch eine Lösung über und die hieß VR6. Beim V6 aus dem Golf IV war das Risiko zu groß, diesen aufgrund der Elektronik nicht zum Laufen zu bekommen. Naja, und wenn schon VR6, dann doch gleich den großen Motor mit 2.9 Liter Hubraum.