Kabelbaum des VR6 aufbereiten, durch das Radhaus und am Träger verlegen

Wenn schon der Aufwand betrieben wird, den Motorraum des Golf II für den VR6 Umbau zu optimieren, so wurden sich auch Gedanken hinsichtlich der Verlegung des Kabelbaums gemacht. Man kann ihn wie Original auf den seitlichen Trägern im Motorraum verlegen oder durch die Träger selbst. Eine weitere Möglichkeit bieten die Radhäuser, durch die man ebenfalls gehen kann.

Schon damals beim Edition One wurde der Kabelbaum teilweise durch den Träger gezogen, was aber bei der Montage und Demontage der vorderen Stossstange des Golf II zu Problemen führte. Hinzu kam, dass man im Innenraum im Bereich der Pedale, immer auf die Kabel trat, da sich dort das Loch für die Durchführung befindet.

Kabelbaum durch das Radhaus des Golf II verlegen

Es wurde sich also dafür entschieden, den Kabelbaum für den VR6 durch das Radhaus zu verlegen. Hierfür wurde ein Loch in die Seitenwand gesetzt und dort der Kabelbaum durchgeführt.

Neben den Kabeln für den Motor selbst wurden dort auch Kabel für Lichtmaschine, Scheinwerfer und sonstige Nebenaggregate verlegt.

Um die Kabel leichter durch die Öffnung zu bekommen, wurden alle Stecker entfernt und die Kabel auf eine einheitliche Länge gebracht. Anschließend wurden alle Kabel um ca. drei Meter und in den entsprechenden Farben verlängert, um sie anschließend harmonisch verlegen zu können.

Da der Golf II VR6 ohne Radhausschale gefahren wird und es durchaus mal regnen kann, wurde der Kabelbaum doppelt mit einem Plastikschlauch umhüllt. Das Loch in der Wand wurde entsprechend mit Gummistutzen und Dichmittel versiegelt. Dadurch ist der Kabelbaum im Radhaus des Golf trotz fehlender Radhausschale optimal geschützt.

Motorträger als Befestigungspunkt für den Kabelbaum des VR6

Nachdem der Kabelbaum das Radhaus im unteren Bereich verlassen hat, folgt er dem vorderen Motorträger. Es würde sich auch der Schlossträger als Möglichkeit anbieten, da man dann den Kabelbaum weniger sehen würde. Diese Idee wurde damals jedoch verworfen, da eine große Anzahl der Kabel später zum Motor führen werden.

Im Bereich des Motorlagers wurde der Kabelbaum aufgesplittet. Teils läuft er weiter und enthält u. a. Kabel für den Scheinwerfer und Blinker. Der andere Teil geht weiter in Richtung Motor und enthält Kabel für die Lichtmaschine und den Motor selbst.

Etwas eng wurde es, da auch die Zündbox des VR6 im Rahmen des "Aufräumens" in diesen Bereich verlegt wurde.

Wie schon beim Radhaus, wurde auch hier der Kabelbaum in eine doppelte Plastikhülle gelegt, um so dem schlechten Wetter und anderem schädlichen Einfluss Rechnung zu tragen.

Optimierung des Kabelbaums

Der gesamte Kabelbaum des VR6 wurde von Klebeband und sonstigen Resten befreit. Da von Anfang an eine etwas andere Verlegung geplant war, wurde der Zentralstecker entfernt. Letztendlich kann man den Motor ehh nicht so einfach ausbauen, da zu dem Kabelbaum des Motors auch noch der Lichtkabelbaum und weitere Sensoren hinzukommen.

Alle Kabel im Motorraum des Golf II wurden entsprechend ausgepinnt, der Stecker gereinigt und mit neuen Pins und Dichtungen versehen. Bevor die Pins für die einzelnen Adern des VR6 Kabelbaums angebracht wurden, wurden die Adern entsprechend ihrer Verlegung um die optimale Länge erweitert.

Neben dem Kabelbaum für den Motor wurden auch die Zündkabel des VR6 angepasst. Durch die Verlegung der Zündbox unter die Ansaugbrücke, passten die originalen Zündkabel nicht mehr. Deswegen wurden sie ebenfalls von den Steckern befreit und auf die optimale Länge gebracht.