Überarbeitung der Vorderachse des Golf II 16V Turbo

Da Golf II letztendlich auf dem Jetta II basiert, hat er unter anderem die Vorachse des Jetta II bekommen. Die Achse selbst war bereits mit einer großen Bremse bestückt. Damit musste von der technischen Seite nichts hinzu gekauft oder verbessert werden. Es ging lediglich um die Aufwertung von Alt- und Neuteilen sowie dem Austausch von Verschleißsachen.

Die gesamte Achse des 16V Turbo wurde in ihre Bestandteile zerlegt. Der Achskörper und einige Anbautele wurden von nicht für notwendig erachteten Haltern und Ösen befreit.

Die Querlenker, Antriebswellen, Stabilisator, Achskörper und auch Halter für die Motorlager wurden gestrahlt und neu in glänzendem Schwarz mit Pulver beschichtet.

Anschließend wurden neue haltbarere Lager in die Querlenker eingespresst. Der Stabilisator hat ebenfalls eine neue Lagerung bekommen und auch die hinteren Motorlager wurden ersetzt.

Bei der Lagerung selbst wurde auf eine stabilere Version zurück gegriffen. Ob man dies im Nachhinein merkt oder nicht sei mal dahin gestellt. Nach gut zwei Jahren in denen man das Auto nicht mehr gefahren ist, wird man wohl in der Hinsicht nur einen sehr subjektiven Eindruck haben.

Verzinken von Bremssattelhalter und Gehäuse für das Radlager

Golf II 16V Turbo Radlagergehäuse mit Bremssattel

Für den Halter des Bremssattels und das Gehäuse der Radnabe wurde auf eine Verzinkung zurück gegriffen. Diese ist langlebig und im Vergleich zur Pulverbeschichtung nur sehr dünn.

Dadurch entsteht ein gelb-orange schimmernder Farbeindruck, der einen ansprechenden Kontrast zu dem roten Bremssattel und den ansonsten schwarz glänzenden Teilen aufweist.

Im Grunde ging es eher darum, dass die Sachen nicht wieder anfangen vor sich hin zu gammeln. In Sachen Halt- und Belastbarkeit soll die Verzinkung Vorteile bieten. Nicht zu vergessen, dass an dem Gehäuse für das Radlager auch der Ring für das ABS sitzt und somit die Beschichtung einer gewissen Belastung ausgesetzt ist.

Da die Beschichtung auch in das Innere des Gehäuses für die Radnabe reicht, waren wir anfangs skeptisch, ob die Verzahnung der Antriebswelle dort noch ohne weiteres hinein geht. Wie angemerkt scheint das Verzinken aber so dünn im Vergleich zu einer Pulverbeschichtung zu sein, dass es hier keine Probleme gab.

Interessant wäre es, nach einigen Kilometern die Antriebswelle zu demontieren und nachzusehen, wie viel Belastung die Beschichtung im Inneren wirklich ausgehalten hat. Würde es immer noch wie neu aussehen? 

Überarbeitung der Antriebswellen

Golf II 16V Turbo Antriebswellen mit neuen Lagern und gepulvert

Über die Jahre und Kilometer die die Antriebswellen im Jetta II 16V Turbo nun ihren Dienst verrichtet hatten, war eine optische und auch technische Auffrischung notwendig. Zum Teil machten sie in gewissen Kurven schon Geräusche, die es nun edlich zu beseitigen galt.

So wurden die Wellen komplett zerlegt. Trotz der Leistung des Motors machte der Grundkörper einen noch guten Eindruck.

Der Metallkörper selbst wurde gestrahl und mit schwarzem Pulver neu beschichtet. Die Gelenkköpfe fanden den Weg in das Altmetall und wurden durch neue Originalteile ersetzt inklusive Manschetten ersetzt.