Abtransport des Jetta II 16V Turbo nach dem Schlachten

Das Ende des Jetta II 16V Turbo

Als rollende Karosse mit 2 Liter 16V Motor gekauft, kommt jetzt nach 18 Jahren das Ende als 16V Turbo. Gekauft hatte man ihn damals wegen der höher gesetzten Radläufe, der Farbe und dem Motor. Davon ist so nicht mehr viel übrig geblieben. Es ist über die Jahre auch etliches an Geld in den Erhalt der Karosse geflossen, aber letztendlich wird es ein Fass ohne Boden.

Nach so langer Zeit ist die Entscheidung sicherlich nicht leicht gefallen. Aber jedes mal beim Waschen oder genauerem Hinschauen, hat man mehr und mehr Rostblasen gefunden. Sei es rings um den Kofferraum, unter Scheibengummies, im Motorraum... es war nicht mehr erstrebenswert, dies so zu erhalten.

Letztendlich kamen die üblichen Fragen auf.

Verkauf des Jetta II als "rollende Karosse"

Was auch immer die Zukunft bringen wird, in diesen Jetta II soll kein Geld mehr fließen.

So fand sich jemand aus dem Posdamer Raum, der an den 4-türigen Fensterhebern interessiert war. "Was sollen die kosten?" "Wenn du die ganze Karosse mitnimmst, bekommst du sie gratis dazu". Eins kommt dann zum anderen uns wurde der ehemalige Jetta II 16V Turbo wieder als rollende Karosse verkauft.

Der Unterschied zu damals war aber, kein Motor und die markanten höher gesetzten Radläufe waren auch nicht bei (wurden schon ver etlichen Jahren verkauft).

Laut dem neuen Eigentümer wird der Jetta auch nicht erneut aufgebaut, sondern dient lediglich als Ersatzteilspender. Es werden sicherlich hier und da Teile der Karosse gebraucht.

Leider kein rühmliches Ende für die Karosse, aber ein paar Sachen bleiben.

Was bleibt nach der Schlachtung des Jetta II?

Jetta II 16V Turbo Reste nach dem Schlachten

Nach einer Schlachtung, hofft man, dass man doch möglichst viel zu einem noch guten Preis los bekommt. Wenn man sich aber etwas umschaut, dann ist das Interesse an Teilen auch nicht mehr so groß wie früher. Die Zeit ist halt einfach vorbei, wo die Leute einem die Teile aus der Hand reißen.

Einen 16V Turbo hat jeder Dritte zu stehen und es müssen ja in der heutigen Zeit auch immer deutlich mehr als 400 PS sein. Die Zeiten ändern sich halt.

Relativ einfach verkauft

  • Recaro Sitze und Rückbank des Jetta
  • Karosserie mit Achsen etc.

Schwerer zu verkaufen

  • Teile der Abgasanlage
  • Lederne Türverkleidungen vom 4-Türer

Es ist aber trotzdem immer wieder interessant, wie die Vergangenheit einen einholt. So sind Teile der Innenausstattung Stück für Stück in den Hamburger Raum zu jemanden gegangen, mit dem man schon früher mal wegen Teilen in Kontakt stand.

Einiges wie die Abgasanlage muss noch etwas bearbeitet werden, um sie verkaufen zu können und andere Teile sollen vererst auch nicht verkauft werden.

Zu diesen Teilen gehören unter anderem die komplette Vorderachse inklusive der Brembo Bremsanlage, das KW Gewindefahrwerk, der 16V Turbo Motor, die BBS RS Alufelgen, die Recaro-Sitzkonsolen vom Corrado, der gesamte Wasser- und Luftkühlkreislauf und auch der Tank. Sie werden eingelagert und je nachdem noch etwas angepasst.

Was tun mit den Resten? Aufarbeiten? Einlagern? Neues Projekt?

Was man mit den restlichen Sachen des ehemaligen Jetta II 16V Turbo machen wird? Sie werden vorerst einen Teil des Winters in der Garage verbringen müssen. Je nach Lust werden sie zum Teil aufgearbeitet.

Die Wasserversorgung des Turbos sollte schon immer mal überarbeitet und feiner ausgearbeitet werden.

Zudem wurde an der ehemaligen Hinterachse des 16V Turbos mit Teilen der 280er G60 Bremse in Verbindung mit Adaptern von Epytec experimentiert. Den Plan gab es auch schon seit eingen Jahren.

Andere Gerüchte gehen in die Richtung 16VG65. Den 16V Turbo kann man nicht ganz so leicht nehmen, da die Verdichtung erhöht werden muss. Dann wäre auch die Frage - wo rein packen?

Eine gewisse Faszination hat es natürlich auch, die aufgeladenen Fraktion zu verlassen und sich wieder dem Saugmotor zuzuwenden. Gerade der Golf II mit VR6 als Saugmotor hat eben auch seinen Reiz. Oder ein 16V mit Einzeldrossel?

Das einfachste wäre ggf. auch, die Reste in eine "neue" Golf II Karosse zu setzen. Einen guten Lackierer hätte man, dem man vertraut.